Domicilium Veröffentlichungen

  • Achtsames Leben - Schöne neue Welt

    Wir leben in einem digitalen Zeitalter. Fast jeder Mensch sitzt heute immer wieder vor dem PC oder dem Smartphone - ob im Beruf oder in der Freizeit, um Kontakte zu pflegen oder einen Einkauf zu tätigen. Durch die Pandemie hat diese Entwicklung noch an Fahrt aufgenommen und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sich das nicht mehr ändern wird, auch wenn eine Rückkehr zur gesellschaftlichen Normalität irgendwann wieder möglich sein wird. Natürlich gibt uns die Digitalisierung vieler Lebensbereiche enorme Möglichkeiten an die Hand, die besonders jetzt in dieser Ausnahmezeit bedeutsam sind.
  • Achtsames Leben - Digitale Kontakte?

    Viele Menschen leiden derzeit darunter, dass ihre Kontakte drastisch eingeschränkt sind. So können sie sich nicht mehr unbeschwert mit Freund*innen treffen und sie herzlich umarmen. Das Erleben von Gemeinschaft, wie es durch kulturelle Veranstaltungen oder Yogagruppen möglich ist, ist gänzlich ausgesetzt. Und selbst im beruflichen Sektor sind die sozialen Kontakte oft auf digitale Konferenzen reduziert. Auch wenn in diesen Wochen digitale Kontakte und Medien eine neue Blüte erfahren und allerorts Veranstaltungen im Netz stattfinden, spüren wir doch, dass das zwar hilfreich ist, um durch diese Zeit zu kommen und Kontakte aufrechtzuerhalten, aber ein echter Ersatz für die unmittelbare Nähe mit anderen Menschen und für eine Umarmung ist das nicht. Wie kostbar ist es doch, unmittelbare Nähe zu spüren, jemanden zu umarmen und Gemeinschaft miteinander zu teilen?
  • Weihnachten 2020

    Es ist Nacht. Die Konjunktion der zwei großen Planeten Jupiter und Saturn beeindruckt uns. Sie ist, was sie ist, durch die Perspektive des Menschen – aus anderer Perspektive, d,h. von einem anderen Ort im Sonnensystem aus gesehen, sind die beiden Planeten nicht in optischer Konjunktion und einander nicht näher als sonst. Die Perspektive lässt uns also die Welt so sehen, wie wir sie sehen. Sie ist subjektiv, also abhängig vom Betrachter. Was uns „widerfährt“ und wie wir dies interpretieren, hängt ab von unserem Standort – in Raum und Zeit, und vor allem auch in der psychischen Konstellation.
  • Corona-Angst und die Folgen

    Angst geht um, überall. Auch Ängste, die diffus da waren, scheinen sich jetzt zu bündeln. Es kommt viel zusammen. Angst ist zunächst eine lebenserhaltende Funktion, die uns die Evolution mitgegeben hat. Sie rüttelt auf, macht wachsam. Doch die dann meist folgende Schock- und Denkstarre ist fatal. Es ist im Grunde die Angst vor dem Unbekannten, Nicht-Berechenbaren, die Angst, daß wir „es“ nicht „im Griff haben“.